Nachdem wir unser Projekt „Ihr kauft LOKAL – wir spenden“ Anfang April in einer Kurzpräsentation einigen Mitgliedern des Gewerbebvereins „Achern aktiv“ vorgestellt hatten, kam es aufgrund der (erneuten) Absage durch den Gewerbeverein und der Zusage unseres Fördertopfes in Höhe von 20 Mio. zu einer öffentlichen Debatte im Gemeinderat der Stadt Achern: SPD-Gemeinderat Dr. Schneider ließ nachfragen, „warum die Aktion bei Stadtverwaltung und Wirtschaftsförderung auf Skepsis stoße“ und bekam prompt die Antwort vom OB: „Die Aktion wird vom lokalen Handel abgelehnt“ – eine Aussage die auch zum damaligen Zeitraum nicht richtig war, denn wir hatten bis dato bereits fast ein Duzend Einkaufspartner in Achern mit dabei – darunter auch Mitglieder des Gewerbevereins! Richtig ist, dass der 1. Vorsitzende des Gewerbevereins, Philipp Schäfer von Schuh Schäfer, unser Projekt von Beginn an abgelehnt hat, ohne es bis heute wirklich mit uns und der Vorstandsschaft gemeinsam sachlich prüfen zu lassen!

Diese Tatsache hat nun die Acher-Rench-Zeitung in einem Presseartikel aufgegriffen und von Philipp Schäfer folgende Gründe für die Absage erhalten:

  • Zitat #1: „Allerdings wolle der Großteil der Acherner Geschäfte nicht an dem Projekt teilnehmen, da es sich um ein Unternehmen handelt, das gewinnorientiert arbeite und jedes Geschäft eine Teilnahmegebühr von mehreren hundert Euro bezahlen müsse.“
  • Zitat #2: „Gleichzeitig sei der Verwaltungsaufwand für die teilnehmenden Geschäfte immens, da jede einzelne Bonnummer manuell erfasst und dabei kontrolliert werden müsse“
  • Zitat #3: „Unternehmen möchten sich die Vereine, an die sie spenden, wie jedes andere Unternehmen oder jede andere Privatperson gerne selbst aussuchen“

Heute konnte Marc Eisinger im Rahmen der Abschlussveranstaltung zur Workshop-Reihe im Dialogprojekt „Handel 2030“ mit Gastgeberin Katrin Schütz (Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau des Landes Baden-Württemberg) über das Projekt „Ihr kauft LOKAL – wir spenden“ sprechen. Als ehemalige Einzelhändlerin in Karlsruhe konnte sie das Projekt sofort „greifen“ und regte einen weiteren persönlichen Austausch an.

Ebenfalls bei diesem Gespräch war Prof. Dr. Dirk Funck von der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen mit dabei. Er hielt zur heutigen Abschlußveranstaltung dieser Workshopreihe in Stuttgart einen hochinteressanten Vortrag, in dem er aufzeigte, dass rund 50% der Einzelhändler über keine oder nur eingeschränkte Online-Präsenzen in Form von Websiten verfügten und weitere wichtige Themen, wie die Bedienung von Social Media-Kanälen oder Online-Services wie bspw. Produkte online reservieren, nur vereinzelt genutzt werden. Hier brauche es u. a. dringend „Digital-Streetworker“ – wie er es nannte – die die Einzelhändler „an die Hand nehmen“ und durch die Digitalisierungsprozesse führt. Als möglichen Lösungsansatz zur Finanzierung solcher wichtigen Maßnahmen nannte er in seinem Vortrag bspw. auch „Private Public Partnerships“*

*wie sie vom Businessclub in Zusammenarbeit mit der Deutschen Stadtmarketing Gesellschaft und den Lokal-Lobbyisten bereits umgesetzt wird

„Unsere Städte sterben langsam aber sicher aus und es ist allerhöchste Zeit, den Handel vor Ort aktiv mit Innovationen zur Belebung der Innenstädte zu unterstützen“, so Matthias Kant, Geschäftsführer der Deutsche Stadtmarketing Gesellschaft mbH aus Krefeld. „Wir sind nach eingehender Prüfung davon überzeugt, dass das Gesamtkonzept „Ihr kauft LOKAL – wir spenden“ des Businessclub Connexxtion ein wichtiges Instrument ist, genau dies zu tun.“

Durch diese Förderung können die Initiatoren das Konzept als Einkaufspartner ohne großen finanziellen Aufwand testen. Wir sind sehr froh und stolz, die Deutsche Stadtmarketing Gesellschaft als Förderpartner in dieser frühen Phase mit „an Bord“ zu haben. Den Förderantrag kann nur die jeweilige Stadt direkt bei der Deutschen Stadtmarketing Gesellschaft stellen. „Damit wollen wir sicherstellen, dass die Umsetzung dieses Konzepts in den Städten auch von den lokalen Stadtmarketingorganen mitgetragen wird“, so Matthias Kant, „denn nur wenn das örtliche Stadtmarketing dieses Konzept gemeinsam mit dem Businessclub umsetzt, sind wir vom Erfolg dieses Konzepts im Einzelfall überzeugt. Wir werden für diese Förderung bis zu 20 Mio. Euro in den nächsten Jahren bereitstellen.“

Eine wichtige Förderbedingung ist hierbei die Schaffung einer sog. „kritischen Masse“ an Einkaufspartnern innerhalb einer Stadt. So brauchen wir beispielsweise in einer Stadt mit 1 Mio. Einwohnern zunächst 120 Einkaufspartner als sog. „Initiatoren“, bevor wir unsere 2. Stufe – die Einführung des digitalen Gutscheins – gefördert starten können. Diese „kritische Masse“ ist jeweils abhängig von der Einwohnerzahl.

Im Namen der Stadt Oberkirch – Sachgebiete Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing, sowie des Stadtmarketing Oberkirch e. V.“ beginnt das Schreiben der Leiterin Wirtschaftsförderung der Stadt Oberkirch vom 22. August 2019. Weiter heißt es im Schreiben sinngemäß, dass jedes Oberkirchener Geschäft selbstverständlich selbst entscheiden dürfe, ob es sich unserem Projekt „Ihr kauft LOKAL – wir spenden“ anschließen möchte. Außerdem habe man unser Projekt „grundsätzlich als Chance begriffen, das lokale Einkaufen und damit Handel sowie Vereine vor Ort zu stärken. Stadt und Stadtmarketingverein haben in Aussicht gestellt, das Projekt zu unterstützen…“ dann allerdings kommt die Bedingung der Unterstützungsaussicht: „…die Kauf- und Spendenbeziehungen auf Oberkirch begrenzt werden können.

Im Klartext: die Unterstützung der Stadt und des Gewerbevereins kommt nur dann zustande, wenn bspw. die „Oma“ aus Oberkirch im lokalen Einzelhandel einkaufen geht und die daraus resultierende Spendenzahlung einem Oberkirchener Verein zugute kommt. Hat diese „Oma“ aber bspw. Enkelkinder in Offenburg und möchte dem Förderverein des Offenburger Kindergartens die Spende zugute kommen lassen, wäre unser Projekt nicht mehr unterstützenswert! Auf Nachfrage bei Nadine Klasen – Leiterin der Wirtschaftsförderung – ob man diesen Punkt ernsthaft als Entscheidungsgrundlage sehe, wurde uns dieser Punkt bestätigt.

Da eine solche Beschneidung der Entscheidungsmöglichkeit der Oberkirchener Bürger nicht unseren Wertevorstellungen entspricht„, so Marc Eisinger, Geschäftsführer der Businessclub Connexxtion GmbH und Initiator des Projekts „Ihr kauft LOKAL – wir spenden“, „werden wir nun vorerst die Gespräche mit den Oberkirchener Geschäften einstellen und uns auf die Städte konzentrieren, die unser Projekt ernsthaft nutzen möchten, um Marktanteile aus dem Internet wieder zurück in die eigene Stadt zu holen!

Radio Regenbogen hat zum Start unserer Smartphone-App zunächst um 7.30h einen Beitrag gebracht:

Und einen weiteren um 8.30h:

Vielen Dank an Lars Brune und unseren lokal-Lobbyisten Daniel Tomovski

Unternehmensberaterin Beate Hackmann aus Seelbach ist Teil unseres Business-Netzwerks und hat sich bei uns gemeldet, nachdem sie für die eigene Weiterbildung das Buch SWITCH von Chip & Stan Heath gelesen hat: ihr ist eine Geschichte aufgefallen, in der eine Schulklasse in South Dakota die eigene Stadt vor dem Bankrott gerettet hat – und das durch lokales Einkaufen! Wie genau das gelaufen ist, erklärt uns Beate in diesem Online-Interview:

Und wer für den eigenen Unternehmenserfolg ebenfalls „einfache“ Lösungen sucht: unbedingt mal mit Beate Hackmann ins Gespräch gehen: www.beatehackmann.com

 

Frontal 21 hat im Juni 2018 aufgedeckt, dass Amazon massenweise zurückgesendete Waren vernichtet und Greenpeace fordert nun ein „Ressourcen-Schutzgesetz“. Wir hoffen auf Erfolg, damit dieser Umweltskandal endlich aufhört!

https://www.kauft-lokal.de/wp-content/uploads/2020/05/20190613-greenpeace-forderungen-vernichtungsverbot-waren.pdf

Heute hat unsere Akquise-Tour durch Offenburg begonnen, um die Geschäfte & Dienstleister für unsere Kick-Off-Veranstaltung am 17. Januar 2019 anläßlich des After-Work im Freiraum einzuladen. Bei dieser Gelegenheit durften wir auch kurz bei OB Marco Steffens vorbeischauen, um folgende Empfehlung für rund 60 Offenburger Geschäfte per e-Mail auf den Weg zu bringen:

Ein herzliches Dankeschön an OB Steffens für diesen tollen Vertrauenensvorschuß in unser Projekt! ;-)

Die Deutschen bestellen immer mehr im Netz – und schicken immer häufiger Pakete zurück. Kaum jemand weiß allerdings, dass ein großer Teil der Retouren nicht wieder verkauft wird, sondern im Müll landet.

Onlinekäufe gehören zum Alltag: Vier von fünf Befragten gaben an, in den letzten zwölf Monaten Kleidung oder Schuhe online erworben zu haben. Dabei bestellten die Online-Shopper*innen im Durchschnitt 16 Mode-Artikel in diesem Zeitraum. Dies ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungs-Institutes Nuggets zu Online-Bestellungen und deren Weiterverwendung. Greenpeace ließ diese Umfrage anlässlich der bevorstehenden Online-Rabattschlachten am „Black Friday“ durchführen.

Zum 23. November, dem „Black Friday“, werden dieses Jahr rund 20 Millionen deutsche Shopper*innen erwartet. Knapp die Hälfte der Bevölkerung unter 30 Jahre hat bereits konkret geplant, an diesem Tag einzukaufen. Die meisten Verbraucher*innen gehen davon aus, dass auf Shopping Plattformen bessere Angebote zu finden sind, als bei Einzelaktionen im Handel. Im Internet einzukaufen, ist auch jenseits solcher Rabatt-Tage für eine große Mehrheit der Deutschen längst eine Alternative zum Gang in die Geschäfte. Der Onlinehandel prognostiziert für 2018 einen Umsatz von 53,4 Milliarden Euro – bereits vier Mal so viel wie 2008. Zwei Drittel der von Greenpeace Befragten kaufte in den vergangenen zwölf Monaten Elektronik im Netz ein, immerhin jeder Vierte hatte Möbel geordert. Wie zu erwarten, lag der Anteil der Einkäufe im Netz bei jungen Menschen höher als unter den Senior*innen.

Zur kompletten Umfrage mit vielen Grafiken: https://www.kauft-lokal.de/wp-content/uploads/2020/05/umfrage_zum_online-kaufverhalten_2018-se.pdf

 

Gestern Abend fand unsere Auftaktveranstaltung zu unserem Charity-Shopping-Projekt „Ihr kauft LOKAL – wir spenden“ in Karlsruhe statt. Noch im Vortrag entschieden sich Gaby Schwende vom Feinkost-Laden el corazón in und Friederich Weber von ecco in Durlach für eine Einkaufspartnerschaft und erklärten uns ihre Motive so: