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Etwas mehr als ein Jahr nachdem die Smartphone-App „kauft lokal“ an den Start gegangen ist, erreicht das teilnehmende Acherner Unternehmen expert Media Elektra, durch Einkäufe von ortsansässigen Vereinsmitgliedern beim Elektronikspezialisten, die 10.000.- Euro Umsatzmarke. Erst im März 2019 ist das Netzwerk „kauft-lokal“ im Raum Achern, Offenburg, Karlsruhe und jetzt auch Baden-Baden an den Start gegangen. Das Netzwerk hat sich zum Ziel gesetzt den stationären Handel zu fördern und jetzt besonders nach den Auswirkungen der Corona Krise wieder wirt-schaftlich und regional zu stärken. Geplant ist eine bundesweite Vernetzung des Einzelhandels via Smartphone-App und gemeinsamen medialen Aktivitäten.

„Das ist ein super Erfolg“, so Marc Eisinger, zukünftiger Vorsitzender der kauft-lokal.de eG, die eigens für dieses Projekt gegründet worden ist, „vor allem vor dem Hintergrund, dass natürlich auch expert Media Elektra vom Corona bedingten Lock down betroffen war und dieses Einkaufsvolumen durch die Mitglieder von gerademal 11 ortsansäs-sigen Vereinen generiert wurde.“ Zwar sind nicht alle der mehr als 300 Acherner Vereine gemeinnützig, um als Spenden-Empfänger an diesem Projekt kostenfrei teilnehmen zu kön-nen, die Tatsache, dass sich aktuell aber erst 14 Vereine registrieren ließen, zeigt das große Potential dieses Projekts.

„Die Mitglieder der Acherner Vereine haben durchschnittliche bei jedem Einkauf bei expert Media Elektra Euro 149,94 ausgegeben“, weiß Marc Eisinger zu berichten, „und liegen damit weit über dem Durchschnitt. Tatsächlich haben alle App-User unseres Projekts seit Beginn durchschnittlich Euro 109,38 pro Einkauf bei unseren Einkaufspartnern ausgegeben und sorgten damit in aktuell 12 Städten, dass mehr als 100.000,00 Euro in unseren Städten geblieben sind“. Jeder Euro, der in einem lokalen Wirtschaftskreislauf einer Stadt bleibt, fördert den Wohlstand aller Bürger und gibt den Stadtvätern über die Gewerbesteuer die Möglichkeit, die Stadt zukunftssicher zu entwickeln. Es gilt also Kräfte zu bündeln damit die eigene Stadt lebendig bleibt. „Deshalb haben wir mit der Gründung der kauft lokal eG als Genossenschaft bereits die Grundlage geschaffen, damit alle Beteiligten auch tatsächlich die Möglichkeit er-halten, an einem Strang zu ziehen.

„Und natürlich gehören auch die ortansässigen Vereine zu den lokalen Kräften, die über die Einkäufe bei den Einkaufspartnern mit Spenden unterstützt werden. Durchschnittlich löst un-ser Projekt aktuell mit jedem Einkauf eine durchschnittliche Spende in Höhe von Euro 2,15 aus.“

Ein Gastbeitrag von Verkaufstrainerin Stephanie Kopf:

„Hallo in die Runde, mein Name ist Steph von Alpha Sale Academy. Wenn ich ehrlich bin, geht mir Covid-19 einerseits auf den Wecker, weil mein analoger Aktionsradius eingeschränkt wird. Aber andererseits kommt Corona wie gerufen. Auch wenn derzeit ein kühler Wind in der Einzelhandelswelt weht, bin ich der absoluten Überzeugung, dass mit diesem Virus eine Art Paradigmenwechsel stattfinden wird.
Ganz ehrlich? Ich habe es satt. Satt, immer wieder von Leuten abgeschmettert zu werden, die noch nie ein unternehmerisches Risiko eingegangen sind. Die über Businesspläne und Existenzgründer urteilen, obwohl sie selbst vielleicht eine Familie, aber noch nie ein Unternehmen gegründet haben. Die vielleicht Verantwortung für eine Zimmerpflanze, einen Bausparvertrag oder ein Meerschweinchen haben, aber nicht für Mitarbeiter, weil sie Angestellte sind, aber keine Selbstständige. Ich rede von Mitarbeitern in Banken und Präsidien, die über StartUp-Kredite oder Fördergelder entscheiden, aber noch nie gegründet haben. Ich rede von Mitarbeitern von Patentberatungsstellen, die Erfinder beraten wollen, aber noch nie selbst eine coole Idee hatten, für deren Umsetzung sie brannten oder gar ein Risiko eingingen.

Corona hat zum Glück irgendwie alle eiskalt erwischt und wie sagte einst AltKanzler Helmut Schmidt: „In der Krise zeigt sich der Charakter.“ Fakt ist, dass ich in dem ganzen Corona-Blätterwald der aufgeregten Presse keinen Gewerbeverein sehe, der seine Mitglieder durch diese stürmischen Zeiten mit Ideen und Engagements führt außer das Team der kauft-Lokal.de eG i. G.: Ich habe mir Wochen, Monate vor Corona die Finger wund telefoniert und den Mund fusselig geredet und bei Gewerbevereinen aller Couleur meine Mission vorgetragen, die da lautet: „Ich möchte Euren Mitgliedern zeigen, wie sie, trotz steigender Zahlen im eCommerce, überleben können.“ Ich berichtete, dass ich gerade ein Buch schreibe, das den Titel trägt: „Warum Du cooler bist als Amazon – 100 Überlebenstricks für den stationären Einzelhandel“. Ich habe Workshops angeboten, Lesungen, Vorträge. Ich habe nicht mal eine Antwort bekommen – außer von kauft-lokal.de: Daniel Tomovski hat Marc Eisinger zu Calls, die ich mit ihm führte, dazu geholt, und innerhalb weniger Telefonate stand ein Konzept, das jetzt nach und nach ausgebaut wird.

Ich glaube, dass Corona die wahren Gesichter von jenen zeigt, die für den stationären Einzelhandel Positionen besetzen, für die sie vielleicht dank eines Studiums oder Vitamin B vor Urzeiten mal geeignet waren. Ich glaube, dass diese Zeiten jetzt aber vorbei sind. Jetzt sind die Macher gefragt. Die Kreativen. Die, die improvisieren können, die mutig sind und fleißig und vor allem: Die, die anderen Mut machen können, eine Hand reichen und sagen: „Komm‘, da vorne geht’s weiter.“ Und genau daran erkennt man echte Unternehmer. An den Taten, nicht an den Worthülsen.
Bleibt wacker, mutig und kreativ! Viel Erfolg, Eure Steph“

Am 22. November 2019 ließ uns die Stadt Achern durch Wirtschaftsförderer Christian Zorn schriftlich mitteilen, dass man das Angebot der Deutschen Stadtmarketing Gesellschaft über eine Förderung von € 18.750.- für die Acherner Einzelhändler ausschlagen wird. In dieser Absage heißt es u. a. (Zitat): „Durch Ihr Projekt können lediglich 20 Einzelhändler in Achern gefördert werden. Im Hinblick auf die Bedeutung des örtlichen Einzelhandels unterstützt die Stadt Achern gerne alle Einzelhändler ohne Einschränkungen.“ außerdem habe man „…sowohl den Gemeinderat wie auch den örtlichen Einzelhandel in diese Prüfung einbezogen…“ und als kritischen Punkt auch die Frage gestellt, „in wie weit Gemeinnützigkeit und Kameradschaft als Grundprinzipien eines Vereinslebens durch Anreize zum Einkaufen beeinflusst werden sollte“. Diese Frage werden wir bei Gelegenheit gerne an amazon smile und die vielen anderen Charity-Shopping-Portale weitergeben!

Veranstaltungen

Auf Einladung von Patrick Schell, Inhaber der gleichnamigen Goldschmiede, werden wir bei diesem Genossenschaftsabend am 28. Januar 2021 um 19 Uhr wieder die Gelegenheit haben, den Teilnehmer*innen vorzustellen, wie wir mit „Deutschlands erstem Charity-Shopping auf lokaler Ebene“ in Zukunft rund 400.000.- Euro in Achern als lokale Kaufkraft binden wollen – natürlich nur für die inhabergeführten Firmen aus Einzelhandel, Gastronomie, Handwerk und sonstigen Dienstleistern aller Branchen.

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde aller Teilnehmer*innen werden wir unser Konzept in einem Vortrag vorstellen und stehen gerne im Anschluß für eine offene Diskussion und persönliche Gespräche zur Verfügung.

Die Teilnahme ist selbstverständlich kostenfrei und unverbindlich.

Für kleine Snacks und Getränke ist gesorgt.

WICHTIG: Aufgrund der im Januar wahrscheinlich noch immer geltenden Hygieneregeln werden wir wohl nur eine begrenzte Teilnahmerzahl zulassen dürfen. Daher ist es wichtig, dass sich alle Teilnehmer*innen bitte im Vorfeld telefonisch oder via WhatsApp unter 0176 79795029 oder per e-Mail an info@kauft-lokal.com anmelden. Allen Teilnehmer*innen wird vor Ort ein Sitzplatz zugewiesen, der den notwendigen Mindestabstand hat damit während des Vortrages kein Mund-Nasenschutz getragen werden muss. Für alle Bewegungen außerhalb dieses zugewiesenen Sitzplatzes muss sehr wahrscheinlich ein Mund-Nasenschutz getragen werden (bspw. für den Gang zur Toilette, etc.).

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